HAUS DER BRÜCKE ist ein neues Integrationszentrum in der sächsischen Landeshauptstadt. Es entstand dank einer großzügigen Spende der Nachkommen der jüdischen Bankiersfamilie Arnhold, die in Dresden Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt war. Bedingung für die Spende war die Einrichtung eines Zentrums für interkulturelle Begegnungen in genau diesem Haus, und die Vernissage war die erste Veranstaltung nach der Eröffnung des HAUS DER BRÜCKE im Herbst 2025.

Beide Ausstellungen wurden von unserer KIW-Gesellschaft e. V. konzipiert und werden 2026 an verschiedenen Orten der Stadt zu sehen sein. Eine der Ausstellungen trägt den Titel "185. Jahrestag der Einweihung der Semper-Synagoge", die andere heißt "Juden: Germania-Saxonia-Dresden". Beide erzählen die Geschichte der Juden in Deutschland und beleuchten dabei verschiedene Aspekte.

Diese beiden Ausstellungen unterscheiden sich nicht nur inhaltlich, sondern auch konzeptionell voneinander. Die Ausstellung über die Semper-Synagoge besteht aus 12 Bodenständern (Rollups) mit einer Höhe von jeweils 2 Metern, auf denen die fast 100-jährige Geschichte dieses architektonischen Bauwerks dargestellt wird. Reich illustrierte Texte erzählen die Geschichte der Synagoge, angefangen von den Vorläufern ihrer Errichtung bis hin zu ihrer tragischen Zerstörung durch die Nazis in der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938.

Eine weitere Ausstellung über die Geschichte der Juden in Deutschland, die offiziell 1705 Jahre zurückreicht, besteht aus einer Serie von 26 großformatigen Plakaten. Auf diesen Plakaten wird ebenfalls in chronologischer Reihenfolge kurz und anschaulich in drei Sprachen – Deutsch, Englisch und Russisch – die Geschichte der Juden auf dem Gebiet, das heute als Deutschland bezeichnet wird, erzählt.

An der Vernissage im Haus der Brücke im Barockviertel Neustadt nahmen etwa 30 Personen teil. Unser Ehrengast war Frau Kristina Winkler, Integrations- und Ausländerbeauftragte. Die Pianistin Annett Otto und der Klarinettist Gennadi Nepomnischi spielten zur musikalischen Einführung, anschließend hielt Konstantin Arkush, Vereinsvorsitzender der KIW-Gesellschaft und Projektleiter, ein Grußwort. Er berichtete kurz über die Ausstellungen, die Arbeit daran und die Pläne für ihre weitere Präsentation.

Nach einer musikalischen Pause übergab Konstantin Arkush das Wort an Frau Gunda Ulbricht vom HATiKVA, der Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur Sachsen e. V. Sie berichtete über die Arbeit ihren Verein mit Archivmaterialien über Juden und führte dabei einige Beispiele für Familiengeschichten an. Frau Ulbrichts Vortrag dauerte etwa 15 Minuten und wurde mit Applaus bedacht. Die Musiker spielten noch ein weiteres Stück, und damit war der offizielle Teil des Programms beendet.

Konstantin Arkush dankte den Teilnehmern und dem Publikum für ihre Aufmerksamkeit und hatte anschließend Gelegenheit, die Ausstellungen anzusehen und darüber zu diskutieren. Beim Verlassen der Veranstaltung nahmen die Menschen aktiv und bereitwillig gut gemachte Broschüren mit, um sie zu Hause ausführlich zu lesen.

Die Ausstellung "Juden: Germania-Saxonia-Dresden" ist bis zum 13. März im Haus der Brücke zu sehen. Nächster Veranstaltungsort für die Ausstellung "185. Jahrestag der Einweihung der Semper-Synagoge" ist laut Plan das Deutsch-Russisches Kulturinstitut e. V. (DRKI), wo sie am 17. März um 17 Uhr eröffnet wird.


Wir laden alle Interessierten herzlich zu dieser Vernissage ein!

Der Vorstand der KIW-Gesellschaft e. V.