Übersetzung von Alla Berndt

Im November 2021 wurde im Großen Saal des Gemeindezentrums der Jüdischen Gemeinde zu Dresden die Ausstellung «1700 Wörter über die Juden von Dresden». eröffnet. Die feierliche Eröffnung der Ausstellung wurde für den 9. November geplant, denn an diesem Tag beging die Neue Synagoge Dresden ihr 20-jähriges Jubiläum. Doch dieses Datum ist auch mit den tragischen Ereignissen verbunden, denn gerade in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 haben die Nationalsozialisten die Semper-Synagoge neben vieler anderer Synagogen in ganz Deutschland verbrannt, was den Beginn der Massenverfolgung der Juden markierte.

Gemäß der langjährigen Tradition fand vor der Synagoge an diesem Tag eine Kundgebung unter der Teilnahme der Vertreter der Regierungsämter und der Öffentlichkeit Sachsens und Dresdens statt. Die Eröffnungsrede hielt der Oberbürgermeister Dresdens Dirk Hilbert. An der Gedenksäule an der Stelle der zerstörten Alten Synagoge wurden Blumen niedergelegt.

Leider musste die Eröffnung der Ausstellung aufgrund der Verschlechterung der Corona-Situation verschoben werden. Sobald die Corona-Situation besser wird, beginnen wir mit unserem Vorhaben zur Organisation dieser feierlichen Eröffnung. Die Ausstellung, die den Juden von Dresden gewidmet ist, deren Generationen hier seit der Gründung der Stadt lebten, findet im Rahmen eines in ganz Deutschland realisierten Programms statt, das zeitlich mit dem 1700-jährigen Jubiläum des jüdischen Lebens auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands abgestimmt ist.

Die Arbeit an der Ausstellung wurde initiiert und ausgeführt von einem Mitgliederteam der KIW-Gesellschaft e.V. – der Gesellschaft für Kultur, Ingenieurwesen und Wissenschaft. Sie dauerte im Laufe des ganzen Jahres 2021 und wurde in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, den anderen jüdischen Vereinigungen und den freiwilligen Helfern durchgeführt.

Die Ausstellung "1700 Wörter über die Juden von Dresden" stellt eine Serie aus 22 Plakaten mit Texten, Zeichnungen und Fotografien dar und macht mit der Geschichte und Kultur Dresdner Juden bekannt. Diese Plakate führen die Besucher durch die Erzählung über die Ereignisse in der Zeitfolge. Die Titelidee entstand als Widerhall des Datums 1700 Jahre des jüdischen Lebens in Deutschland und wurde ursprünglich als eine Serie aus 17 Plakaten mit je 100 Wörtern geplant. Aber im Verlauf der Arbeit kamen so viele Informationen zusammen, dass letzten Endes eine Serie aus 22 Plakaten entstand, von denen 4 über die Kurzbiografien hervorragender Juden Dresdens berichten.

Begleitet wird die Ausstellung durch bunte illustrierte Zeitschriften in 3 Sprachen, in denen das ganze Material enthalten ist. Diese Zeitschriften können alle Besucher der Ausstellung mitnehmen.